Le Champagne - Le vin de la Champagne

"Un bon vin blanc" - mit diesen Worten übt so mancher Französisch-Lehrer. Was er letztlich bedeutet und wie man ihn richtig und "mühelos" ausspricht, lernt man z.B. in den Weinkellern der Champagne.

Entstehung des Champagners - Dom Perignon

Dom Perignon - Erfinder des Champagners
Dom Perignon

Der Mönch Dom Perignon (1638-1715) gilt als der Erfinder des Champagners. Er war Kellermeister der Abtei von Hautvillers.

Dom Perignon entdeckte die zweite Gärung in der Flasche und das Geheimnis der Zusammenstellung der verschiedenen Champagner-Weine. Er hatte noch große Probleme mit den Glasflaschen, da diese noch sehr oft im Keller explodierten.

Herstellung des Champagners

Für die Herstellung des Champagners gelten strenge Regeln.

Der Winzer kümmert sich um jede Weinrebe mehr als 25 Mal. Man schneidet die Reben sehr kurz um die Zahl der Trauben zu reduzieren und um so wenigere aber bessere Trauben zu ernten.

Ende September - 100 Tage nach der Blüte des Weins - findet die Weinernte statt, die ca. 10 Tage dauert. Die Weinernte wird per Hand durchgeführt - Maschinen sind verboten. Folglich ist die Champagne in dieser Zeit voller Erntehelfer.

Sofort nach der Ernte werden die Trauben im Keller gepresst, damit sich der Saft nicht verfärbt. Aus 4.000 kg Trauben werden nur 2.666 Liter Saft für den Champagner verwendet, was streng kontrolliert wird. Anschließend kommt der klare Traubensaft in Weinzisternen für die erste Gärung. Bei einer konstanten Temperatur von 20°C bleibt der junge Wein bis zum Frühling in den Zisternen. Danach werden die Cuvées aus verschiedenen Weinen zusammengestellt, was eine Wissenschaft für sich ist.

Im Frühjahr wird der Wein in Flaschen gefüllt zusammen mit etwas Zucker und Hefe. Nun beginnt die zweite Gärung - die Flaschengärung, in der sich die natürliche Gärung vollzieht. Die Flaschen bleiben nun mindestens 3 Jahre im Keller. Im Vergleich zu Zeiten von Dom Perigon haben die Weinflaschen jetzt einen festen Flaschenboden und es explodieren nur ganz wenige, wodurch aber trotzdem Vorsicht angesagt ist.

Aufgrund der Hefe bildet sich im Wein ein Depot, das nun wieder entfernt werden muss. Dafür werden die Flaschen auf Rüttelpulte gestellt und regelmäßig gedreht, wodurch dieses Depot langsam in den Flaschenhals wandert. Nun kann man das Dégorgement durchführen. Dafür werden die Falschenhälse eingefroren. Die Flaschen werden gedreht und geöffnet und das Eis samt Depot wird durch den Druck in der Flasche hinauskatapultiert. (Stellen Sie sich den Duft im Weinkeller bei solch einem Dégorgement vor! Betörend!) Abhängig vom gewünschten Geschmack fügt man nun einen Liqör hinzu und die Flaschen werden sofort wieder mit einem Korken und Metallkörbchen verschlossen.

Danach bleibt der Champagner noch 2-3 Monate im Keller und nach der "Habilage" (Anziehen = Etikett + Halsmanschette) wird der Champagner verkauft. Der Champagner hat nun den optimalen Geschmack und kann nicht durch weitere Lagerung verbessert werden.

Man serviert Champagner gekühlt zwischen 6 bis 8°C. Legen Sie den Champagner niemals in den Gefrierschrank, denn die starke Kälte zerstört den Geschmack.

Man trinkt Champagner aus hohen Gläsern - wobei einen Tulpenform ideal ist. Bei Sektschalen würde das Bouquet zu schnell entweichen.

Champagner kann man in verschiedenen Flaschengrößen kaufen. Im Keller reifen jedoch nur die Bouteille und die Demi-Bouteille - für andere Größen wird umgefüllt.